Bericht zum Notariatspraktikum

Natalie SiegenthalerMLaw, Rechtsanwältin und Notarin bei Häusermann + Partner

Unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung zur Anwältin nahm ich bei Häusermann + Partner ein Notariatspraktikum in Angriff, um zusätzlich zum Anwalts- auch das Notariatspatent zu erwerben. Da ich mich sehr kurzfristig dazu entschieden hatte, direkt nach dem Staatsexamen mit der Weiterbildung zu beginnen, fand ich erst kurz vor Stellenantritt den zwingend vorgeschriebenen Praktikumsplatz bei einem Grundbuchamt des Kantons Bern. Die dafür nötige Unterbrechung meines Praktikums bei Häusermann + Partner war kein Problem.

Als frisch gebackene Anwältin konnte ich von Anbeginn sehr viel Eigenverantwortung übernehmen und kleinere Mandate selbständig führen. Neben anwaltlichen Tätigkeiten wurde ich aber auch sofort in die Notariatsarbeit eingeführt und auf diesen – für mich zum Teil neuen – Fachgebieten stets tatkräftig unterstützt. Nicht nur der mir zugeteilte „Bürogötti“ sondern auch die jeweilige Mandatsleitung oder der zuständige Sachbearbeiter hatten für Fragen immer ein offenes Ohr. Bei ihnen konnte ich mir auch für interne Aufträge ein konstruktives Feedback einholen. Der rege Austausch – auch zwischen den Juristen untereinander – sowie die gelebte Open Door Policy ganz allgemein behalte ich in sehr guter Erinnerung. Die Anforderungen an das selbständige Arbeiten und die Eigeninitiative blieben trotzdem stets hoch und wurden sowohl erwartet wie auch gefördert.

Die Grösse der Kanzlei erlaubt es den Praktikanten von Häusermann + Partner einerseits, mit verschiedenen Juristen zusammenzuarbeiten und Einblicke in ihre Arbeitsmethodik zu gewinnen sowie Erfahrungen auf ihrem Spezialgebiet zu sammeln. Andererseits haben die Praktikanten dadurch die Chance, auch in komplexere Fälle Einsicht zu nehmen und an grösseren Projekten mitzuwirken, bei denen mehrere Juristen involviert sind. Während meiner Praktikumszeit konnte ich zudem regelmässig meine Fremdsprachenkenntnisse (Französisch, Englisch und sogar Spanisch) einbringen. Dank der gesamtschweizerischen Tätigkeit und der Zusammenarbeit mit verschiedenen, ausserkantonalen Partnernotariaten konnte ich ferner einige auswärtige Termine für das Büro wahrnehmen, was ich immer als sehr interessant und lehrreich empfand. Schliesslich durfte ich zusammen mit den anderen Praktikanten jeweils auch an den internen Weiterbildungen teilnehmen.

Während meiner fünfzehnmonatigen Praktikumszeit bei Häusermann + Partner habe ich nicht nur fachlich sehr viel dazugelernt, sondern auch in einem eingespielten, dynamischen und äusserst hilfsbereiten Team von Sachbearbeitern und Juristen mitarbeiten können. Das sehr gute Betriebsklima wurde nicht zuletzt durch die gemeinsamen, morgendlichen Pausen gestärkt, zu welcher sämtliche Mitarbeiter (sofern es die Terminplanung zuliess) konsequent erschienen. Diese Pausen waren nicht nur immer sehr lustig, sondern boten auch Gelegenheit, die Mitarbeiter von einer privaten Seite kennen zu lernen.

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